ASR, ABS und ESP waren für die meisten von uns am Anfang des rasanten Tages einfach nur aneinandergereihte Buchstaben. Doch alle drei dieser genialen Systeme der modernen PKWs durften wir in vollen Zügen kennenlernen.

Zuerst einmal lernten wir unseren Fahrsicherheitstrainer Henry kennen, einige hatten schon auf der Landstraße ein kurzes Vergnügen mit seinem Mercedes C 63 AMG, als er an ihnen vorbeiraste. Locker und stets mit einem Witz auf der Zunge brachte er uns den Ernst des Lebens bei, nämlich was man alles die letzten 30 Jahre beim Autofahren falsch gemacht hat. Bei der Sitztechnik fing es schon an, eindrucksvoll erzählte er uns von Autounfällen, bei denen der Fahrer nur hätte anders sitzen müssen um das Genick zu verschonen. Ich möchte gar nicht ins Detail gehen, denn seine Beispiele waren unschön, zugleich aber wirkungsvoll – jeder von uns fährt nun sicherer, mit der richtigen Sitzeinstellung.

Der alte Flugplatz in Groß Dölln ist eine hervorragende Kulisse zum Üben verschiedener Situationen, die im Straßenverkehr eintreffen können. Unsere sechs aip-Autos, bestückt mit jeweils zwei Kollegen/-innen lernten sämtliche Gefahrensituationen kennen: Slalomfahren bei erhöhter Geschwindigkeit, Vollbremsung bei nasser und vereister Fahrbahn, Vollbremsung und Ausweichen bei nasser Fahrbahn mit Hindernis, Fahren in nassen Kurven und Kreisfahren mit abbremsen. Dabei hatten wir riesen Spaß, überwindeten Ängste und wurden vertrauter unseren Kollegen gegenüber, denn jeder von uns ging super mit der Verantwortung um.

Zum Schluss dieses adrenalinreichen Tages durften wir dem AMG hinterher auf die tolle Rennstrecke in Groß Dölln und danach auf die nasse Go-Kart Strecke. So wurden uns die unterschiedlichsten Ängste genommen – dem einen die Angst vor dem Fahren in engen Kurven, dem anderen die Angst vor einer Vollbremsung. Nicht zuletzt lernt man sich selbst ein Stück besser kennen. Ich, für meinen Teil, möchte ab sofort eine Rennfahrerkarriere starten und dem Benzin in meinem Blut freien Lauf lassen.